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*Über die Gemeinde

Über die Pfarrgemeinde Kärlich

Seite zuletzt geändert
am: 03.03.2016, 17:58
von PgrKaerlich

St. Mauritius Mülheim-Kärlich

 

Entwicklung der Pfarrgemeinde

 

Die Pfarrgemeinde St. Mauritius Kärlich gehört zur Stadt Mülheim-Kärlich. Im Jahre 2017 kann sie als älteste der drei Stadtpfarreien ihr 800-jähriges Bestehen feiern. Mit Urkunde vom 10. März 1217 schenkte Dekan Wolfram von Schönau die Kirche dem Stift St. Florin in Koblenz. In der Urkunde war auch festgelegt, dass der Probst des Stiftes den Pfarrer von Kärlich ernennen und einsetzen durfte.

 

Bis zur Säkularisation 1802 hatte diese Bindung an St. Florin Bestand. Nachdem die Wirren der Französischen Revolution beendet waren, kam Kärlich von 1827 bis 1924 zum Dekanat Koblenz, anschließend zum Dekanat Bassenheim. 2004 ist das Dekanat im Rahmen der Strukturreform mit dem Nachbardekanat Andernach zum Dekanat Andernach-Bassenheim zusammengelegt worden.

 

Bis zu Beginn der 1990er Jahre war Kärlich eine selbstständige Pfarrei mit eigenem Pfarrer, dann wurde aufgrund des Priestermangels im Bistum Trier eine Pfarreiengemeinschaft mit St. Bartholomäus Kettig eingegangen. Anschließend bestand von 2002 bis 2011 eine Pfarreiengemeinschaft mit St. Martin Bassenheim unter der Leitung von Pfarrer Michael Rams. Seit 01. September 2011 bildet St. Mauritius Kärlich mit den beiden anderen Stadtpfarreien von Mülheim-Kärlich und Bassenheim die neue Seelsorgegemeinschaft Mülheim-Kärlich mit ihrem Pfarrer Michael Rams, die wiederum zur Pfarreiengemeinschaft Mülheim-Kärlich gehört, in der die ehemaligen neun Pfarreien des alten Dekanats Bassenheim zusammengeschlossen sind und die mit über 21.000 Katholiken die größte Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier darstellt. Aktuell leben etwa 2100 Katholiken im Stadtteil Kärlich.

 

Baugeschichte der Kirche

 

Der erste Hinweis auf eine christliche Gemeinde stammt aus fränkischer Zeit, dem 7. oder 8. Jahrhundert. Die Forschung vermutet weiterhin, dass unter Kaiser Otto I. um 940 bereits eine Vorgängerkirche, wahrscheinlich eine Holzkirche, in Kärlich gestanden hat und bereits dem Hl. Mauritius geweiht war.

 

Die heutige Pfarrkirche hat ihren Ursprung in einem 17 m langen Steinbau der Stauferzeit um 1200. Von diesem ältesten Sakralbau ist nur noch der spätromanische Ostchor erhalten. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert. So kam im 15. Jahrhundert nördlich des Ostchores ein rechteckiger Anbau in gotischem Stil hinzu, die heutige Taufkapelle.

 

1730 legte Pfarrer Adam Braun den Grundstein für eine neue Pfarrkirche zu Ehren der heiligen Maria, des heiligen Mauritius und der heiligen Magdalena. Bereits 1789/90 wurde der einschiffige Barockbau nach Westen verlängert. Den Abschluss dieser Bauphase bildet ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Steinrelief mit dem Antlitz Jesu Christi, das über dem alten Portal am heutigen Glockenturm angebracht wurde. 1903 erhielt die Kirche den  42m hohen neoromanischen Glockenturm im Westen. Der alte achteckige Dachreiter über dem Ostchor blieb noch bis 1930 erhalten.

 

Die vorläufig letzte große Veränderung der Pfarrkirche wurde 1929 von Pfarrer Jakob Porz eingeleitet, als er die Genehmigung zum Bau der neuen Pfarrkirche von der bischöflichen Behörde in Trier erhielt. Am 3. Juli 1933 konsekrierte dann Bischof Franz Rudolf Bornewasser die neue Kirche. Ihre Lage ist um 90° gedreht und nach Norden gerichtet worden, sodass der alte staufische Chor und der gotische Anbau erhalten bleiben konnten. Das Kirchenschiff ist nun 26 m lang, 18,80 m breit und über dem Mittelgang 13 m hoch. Aufgrund der liturgischen Auswirkungen, die die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils (1962–1965) herbeiführten, erfuhr das Innere des Kirchenschiffes eine Umgestaltung des Altarraumes.

 

Die wuchtige Giebelfassade, der imposante Glockenturm und der hohe Aufbau des Chores machen die Kärlicher Kirche zu einem markanten Punkt im Stadtbild von Mülheim-Kärlich.

(Vgl. zur Baugeschichte und zur historischen Entwicklung: Franz-Josef Risse, Lothar Spurzem: Pfarrei und Pfarrkirche St. Mauritius Kärlich. Hrsg. Katholische Kirchengemeinde St. Mauritius Kärlich, o.O. 1991)

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