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**Hl. Dreifaltigkeit

Seite zuletzt geändert
am: 02.05.2014, 17:29
von Administrator

Namenspatron der katholischen Pfarrgemeinde als auch der Kirche ist die Hl. Dreifaltigkeit, lat. Trinitas, auch Dreieinigkeit genannt.: Gott als Vater; Sohn und Heiliger Geist.

Das Fest der Hl. Dreifaltigkeit, lat. Trinitatis, ist am Sonntag nach Pfingsten und wird als Patronatsfest - Kirmes - gefeiert.

Zweiter Patron ist der Hl. Erzengel Michael.

 

Trinitas ist die Offenbarung Gottes als Dreieinigkeit: Vater, Sohn und heiliger Geist.

Unnötig kompliziert?

Juden und Muslime können diese Formulierung nicht nachvollziehen; es wird uns Christen unterstellt, dass wir an drei Götter glauben. Auch unter Christen gibt es die Vorstellung, dass das Bekenntnis zur Dreifaltigkeit eine unnötige Komplikation ist. Warum können wir nicht einfach von dem einen Gott sprechen - ohne ihn aufzuteilen?

 

Zu abstrakt?

Ist nicht die Dreifaltigkeit Gottes eine theologische Abstraktion, die über die biblische Offenbarung hinausgeht?
Ist nicht die Trinität eine dogmatische Unbegreiflichkeit, auf die wir ohne Verlust verzichten könnten?
Die Antwort ist eindeutig: auf die Dreieinigkeit Gottes kann christlicher Glaube absolut nicht verzichten. Denn abstrakt ist nicht die Trinität, sondern abstrakt ist die Gottesvorstellung, die entsteht, wenn sie nicht als Dreieinigkeit definiert wird.
 

Der aktive Gott

Denn wer ist Gott? Ist Gott der Erhabene, der oben im Himmel wohnt und auf die Welt herabschaut?

  • Vater: Nach biblischer Vorstellung hat Gott ein Volk gegründet, indem er hebräische Sklaven aus Ägypten führte und Gebote offenbarte, er hat Richter und Könige berufen oder verworfen, er hat durch Propheten gesprochen; er war für sein Volk wie ein Vater.

  • Sohn: Derselbe Gott hat unser Fleisch und Blut angenommen, hat unter uns gewohnt, hat unsere Unzulänglichkeiten hautnahe erlebt, hat gelitten, ist gestorben, hat den Tod besiegt.

  • Heiliger Geist:
    Und dieser Gott ist nicht nur vor 2000 Jahren tätig gewesen, sondern er wohnt weiterhin unter denen, die ihn anbeten, seine Anwesenheit ist so greifbar wie Brot und Kelch, so konkret wie das Wasser in dem Taufbecken, so gegenständlich wie eine Gemeinde, die sich Sonntags versammelt; er bewirkt Glaube, Liebe und Hoffnung.

Der energische Gott

Die Dreifaltigkeit bezeugt, wie energisch Gott auf uns zugekommen ist und täglich aktiv ist, um eine persönliche Beziehung zu uns herzustellen. Diese Gottesvorstellung ist nicht abstrakt. Wenn man aber Jesus Christus und den Heiligen Geist von Gott dem Vater abkoppelt und sagt: Jesus ist nicht Gott, der Geist ist nicht Gott, dann bleibt ein abstrakter Gott übrig, der außerhalb unserer Welt schwebt, der an unserem Leben nicht direkt beteiligt ist und der nur durch subjektive Spekulation definiert werden kann.

Der intakte Gott

Das Bekenntnis zur Dreifaltigkeit soll Gott nicht künstlich aufteilen, sondern soll seine Offenbarung intakt halten. Denn es gibt nur einen Gott: Der Gott Israels ist derselbe, der als Jesus Christus erschienen ist, und derselbe, der als Geist in den Herzen der Getauften wohnt. Wie Luther schrieb: "Welche Person der Gottheit (= Dreifaltigkeit) man nennet, so hat man den rechten wahren Gott genennet...in der Gottheit ist die höchste Einigkeit". Die Betonung bei dem Begriff "Dreieinigkeit" liegt nicht in dem "Drei" sondern in dem "Einigkeit".

Text: Phil Schmidt, Pfr. i. R.

 

 
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